Ausbildung lohnt sich - Vorfahrt für Ausbildungsplätze!

Das Coronavirus beschäftigt uns alle schon seit über einem Jahr. Immer mehr Menschen stoßen mittlerweile an ihre Grenzen. Und doch muss es irgendwie weiter gehen:
Am 01. August und am 01. September 2021 beginnt in vielen Ausbildungsberufen das neue Ausbildungsjahr. Zahlreiche Schüler*innen beenden in wenigen Wochen die Schule und suchen noch einen Ausbildungsplatz. Sie stehen vor der Frage: "Was mache ich anschließend nach der Schule? Kann ich überhaupt eine duale Ausbildung beginnen? Besuche ich das Berufskolleg oder beginne ich ein Studium?"

Für die Berufsorientierung ist es wichtig, dass sich die jungen Menschen vorher über die Möglichkeiten einer Ausbildung und dem Ausbildungsbetrieb informieren können. Während der Pandemie fanden viele Praktika nur kurz oder gar nicht und Ausbildungsmessen allenfalls online statt, wenn überhaupt.
Die Agentur für Arbeit in Coesfeld hat festgestellt, dass die Anzahl der ihr gemeldeten Ausbildungsplätze im Kreis Borken von 3.488 im Jahr 2019 um 196 auf 3.292 in 2020 zurückgegangen ist. Auch ist ein Rückgang der gemeldeten Bewerber*innen im gleichen Zeitraum von 2.640 auf 2.206 zu verzeichnen. Das ist ein Unterschied zwischen diesen beiden Ausbildungsjahren von 434 Bewerber*innen. Für das kommende Ausbildungsjahr liegen noch keine aktuellen Daten vor.

Zum Vergleich haben bundesweit ca. 57.600 junge Menschen weniger am 01. September 2020 eine duale Ausbildung begonnen als im Vorjahreszeitraum.
"Das sind bundesweit erschreckende Zahlen und zeigt auch für den Kreis Borken, wieviel Druck auf dem Ausbildungsmarkt während dieser Pandemie ist. Wenn nicht jetzt gegengesteuert wird, fehlen uns morgen diese Fachkräfte", so die AfA-Vorsitzende Birgit Schlautmann des SPD-Unterbezirkes Kreis Borken.
"Somit begrüßen wir die Verlängerung und die Änderungen für das Förderprogramm der Bundes-regierung 'Ausbildungsplätze sichern'. Insbesondere durch die Initiative des Arbeitsministers Hubertus Heil (SPD) werden wesentliche Verbesserungen zur Förderung des Ausbildungsniveaus erreicht", so Schlautmann weiter.
"U. a. werden die jetzigen Ausbildungsprämien verdoppelt. Ab dem 01. Juni 2021 werden die einmaligen Prämien auf 4.000,00 € für kleine und mittlere Unternehmen, die von der Corona-Krise betroffen sind, bezuschusst. Betriebe bis zu einer Beschäftigtenzahl von 499 sind zukünftig anspruchsberechtigt", führt Schlautmann weiter aus.

Weitere Informationen und Anträge zu den Fördermöglichkeiten können im Internet auf der Homepage des Bundesministeriums für Arbeit- und Soziales und der Agentur für Arbeit nachgelesen und beantragt werden.

"Auch in der jetzigen Zeit ist es wichtig, dass junge Menschen eine Ausbildung erfolgreich absolvieren können und somit eine Perspektive haben. Der Kreis Borken und das Münsterland ist eine wirtschaftlich starke Region. Damit das so bleibt, appellieren wir als AfA an die Betriebe und Verwaltungen, weiterhin auszubilden. Es liegt nun an den Arbeitgebern, dass sie ihrer gesellschaftlichen Verantwortung gerecht werden", so Schlautmann.

Birgit Schlautmann
Vorsitzende der AfA des Kreises Borken

 

 

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